Ist er der echte Indiana Jones? F√ľr uns bestimmt ...

Sarkopharge

Bei Harald und einer Familie lernen wir auch ihren langj√§hren Freund Klaus kennen.Klaus Ein Arch√§ologe aus Deutschland. Klaus ist seit √ľber 20 Jahren immer wieder in S√ľdamerika und Peru beruflich unterwegs und hat hier schon √ľber 8 Jahre seines Lebens verbracht. Immer wieder kommt er zur√ľck nach Lima, um die vielen Organisatorischen Arbeiten zu erledigen oder Forschungsfunde ins Labor zu bringen. In dieser Zeit wohnt er dann jeweils hier bei Harald f√ľr ein paar Tage. So auch jetzt gerade, wo wir hier auf Besuch sind. Wir sind einfach begeistert von seiner Arbeit und seinen Geschichten ...

Seit 3 Jahren forscht Klaus im n√∂rdlichen Peru, in Chachapoya. Was er dort gefunden hat, fasziniert uns total, obwohl wir leider nie da waren. Im Auftrag der deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn erforscht er einen bestimmten Raum in der Gegend von Chachapoya, um neue Erkenntisse √ľber diese Kultur zu gewinnen.

Die Kopfj√§ger der Chachapoya - Erzfeinde der Inka - lebten im 8. -15. Jh n. Chr. am Osthand der Anden des heutigen Peru. Dort, wo der Himmel die Erde k√ľsst, befinden sich in schwindelnder H√∂he Siedlungsreste einer Gesellschaft, dernen Bestattungsformen zu den vielf√§ltigsten und ungew√∂hnlichsten aller bekannten Kulturen z√§hlen.

Sarkophag1-KlausDie Arbeit ist alles andere als einfach. Die Fundstellen liegen weit abseits von D√∂rfern, teils in den dichten Nebelw√§ldern der Selva. Das Gebiet erstreckt sich von 1000 bis √ľber 4000 m.√ľ.M. Viele Fundstellen liegen in hohen Felsw√§nden, die nur in gef√§hrlichen und waghalsigen Kletterpartien erreicht werden - notabe alles ohne Seil und Sicherungen.

Uns haben vor allem die Grabbauten der Chachapoyas fasziniert, die weltweit f√ľr Aufsehen erregt haben. Spektakul√§r wurden Sarkophage unter Fels√ľberh√§ngen witterungsgesch√ľtzt und schwer zug√§nglich angelegt. Die Mumifizierung trat durch nat√ľrliche Faktoren wie niedrige Temperatur, geringe Luftfeuchtigkeit und vermutlich durch Verwendung pflanzlicher Stoffe ein.

Das Volk das dem Inkareich trotzte und die Sarkophag2Spanier unterst√ľtzten. Um das Jahr 1470 n. Chr. begann die Inka-Invasion. Die Inka versuchten den Wiederstand der stolzen Nebelwaldmenschen in Chachapoya durch Umsiedelungen zu brechen. Einige Woklenkrieger nahmen sie sogar in ihre Leibgarde in Cusco auf. Dennoch blieben die Chachapoya Erzfeinde der Inka und unterst√ľtzten nur 60-70 Jahre sp√§ter die Spanier bei ihrem Vormarsch. So gelang es nie ganz, sie zu unterwerfen und es heisst, dass ein H√§uptling der Chachapoya den vorletzten Inka Huayna Capa vergiftet haben soll.

Es g√§be noch eine Menge zu schreiben √ľber die Chachapoyas, wie zum Beispiel ihre sch√∂nen Rundh√§user, die sie gebaut haben und vieles mehr. Sicherlich wird man noch eine Menge √ľber diese interessante Kultur erfahren.

Klaus (1958) hat in Berlin "Altamerikanistik" studiert. Im November erscheint ein Artikel in der deutschen Zeitschrift "Antike Welt" und ca. im M√§rz des n√§chsten Jahres strahlt das ZDF einen Film √ľber Klaus und seine Arbeiten in Chachapoya aus.

Fotonachweis: alle Fotos von Klaus