Alp Buffalora Ofenpass

Um es vornweg zu nehmen. Eine Hammertappe. Sonne pur, Landschaft at it’s best und Singletrails wie sich jeder Biker wünscht, nur M13 hat gefehlt! Leider haben wir heute etwas Technikpech!

Gut gestartet, voll motiviert, die Unruhe abgelegt, cool wissend was da kommt – aber bereits nach 5 km bemerkt Bänz, dass etwas an seinem Hinterrad nicht stimmt. Der Leerlauf ist defekt und Bänz muss ständig treten, ansonsten reisst es ihm die Kette in den Wechsler. Was macht man da?  In S-Charls hält Bänz bei einem Bus von einem anderen Team, um nach Hilfe zu fragen.

 

Hinterrad-DefektIch fahre weiter, da Bänz mich sicher wieder einholen wird. Mir läuft es nun immer besser. Der niedertourige und langhubige Dieselmotor beginnt zu laufen ... Ich fühle mich sehr wohl auf dem Rad und nicht mehr so "belämmert" wie am 2. und 3. Tag. Aber nach 25 Km beim ersten Verpflegungsposten auf der Alp Campatsch ist nichts von Bänz zu sehen. Ich warte über 10 Minuten, oder waren es vielleicht sogar noch mehr? Hoffentlich musste Bänz nicht aufgebeben. Die Sekunden werden zu Minuten, die Minuten zu gefühlten Ewigkeiten. 

 

Helfer in NotDann endlich kommt er. Immer noch permanent radelnd. Das Rad konnte nicht repariert werden und sieht sogar noch schlimmer aus. Lange kann er so nicht mehr fahren... Nach dem Ofenpass bei der Alp Buffalora warten M&M auf der Strecke auf uns. Marion und Marianne sind bereit. Nun können wir das Rad mit meinem Ersatzrad tauschen. Geht aber nicht, da ich eine 9-fach Kassette habe und Bänz eine 10-fache – unglaublich, dabei haben wir doch an alles gedacht! Wir halten Rat, was wir machen sollen ... Abbrechen? Kommt nicht in Frage .. Wieder fragen wir bei einem Teambus und haben super Glück. Der Markus hilft uns sofort ... Gemeinsam entscheiden wir, dass ich weiterfahre und Bänz das Rad bei Markus reparieren lässt. Das ist aber nicht so einfach, denn das Radlager ist komplett defekt. Nun nehmen Sie mein Ersatzrad und schrauben da die 10-fach Kassette von Bänz drauf. Da leider auch meine Bremsscheibe nicht passt, demontieren sie auch noch diese!!! So kann Bänz nach rund 30 Minuten weiter – allerdings etwas handikapiert, aber einem rechter Transalper reicht auch nur noch die Vorderbremse.

Warten vor dem ZielPer Teamfunk - bei uns Handy - informiert mich Marianne, dass Bänz weiter fahren kann und gerade gestartet ist. Ich fahre unterdessen mit ziemlichen Tempo weiter, weil ich immer denke, dass mich Bänz noch einholen wird. Doch der Abstand ist definitiv zu gross. Als ich in Livigno ankomme, halte ich vor der Ziellinie und warte auf meinen Teampartner. Natürlich hat Bänz Vollgas gegeben und kommt schon nach wenigen Minuten den Berg herunter gedonnert – all das nur mit einer Vorderbremse - und wir fahren gemeinsam, leider mit einer grossen Packung "Rückstand",  aber trotzdem überglücklich ins Ziel hinein.

 

Die 5. Etappe-Geschafft

Es hätte alles noch viel schlimmer laufen können ... wir sind heil angekommen und  immer noch im Rennen.Ab nun geht es aber ganz hart weiter... die beiden Königsetappen folgen ... ich habe grössten Respekt davor, den es gibt an beiden Tagen rund 3500 Höhenmeter über rund 6-7h zu bewältigen. Schaffen wir das? Nebst den körperlichen Strapazen kommt der Druck der Technik dazu.

Wir haben nun kein Ersatzrad mehr. Bänz fährt mit meinem nun umgebauten Hinterrad. Nichts darf mehr passieren!

Rangliste der 5. Etappe